Burg Mylau - Sachsen

Burg Mylau - Sachsen

Burg Mylau - Sachsen

Die um das Jahr 1180 errichtet Burg Mylau ist die einzige fast vollständig erhaltene und zugleich größte Burganlage des sächsischen Vogtlandes und steht auf einem Felssporn über der Stadt Mylau. Früher war sie auch unter den Namen "Kaiserschloß Mylau" bekannt. Der 27 Meter hohe Bergfried und die beiden Vierecktürme stammen noch aus romanischer Zeit. Umgeben war die Burganlage, die ursprünglich vier Verteidigungstürme aufwies, von einem 10 Meter tiefen Trockengraben. Ihr wehrhafter Charakter stellte die Burg in den administrativen Mittelpunkt der Region, so dass unter ihrem Schutz u. a. der Markt Reichenbach entstand. Zehn Jahre nach Ende des Vogtländischen Krieges erzwang Kaiser Karl IV. (* 1316; † 1378) 1367 den Verkauf der Burg an die böhmische Krone. Als Kaiser Karl IV. die Burg im gleichen Jahr besuchte, verlieh er der Stadt Mylau das Stadtrecht. Auf der Burg wurde ein königlich-böhmisches Amt eingerichtet und es begannen bauliche Erweiterungen an der Burganlage, die von den Söhnen des Kaisers, Wenzel IV. (* 1361; † 1419) und Sigismund (* 1368; † 1437), fortgeführt wurden. Ab Mitte des 15. Jahrhunderts nutzten die Adelsgeschlechter von Metzsch, von Schönberg, von Bose und von der Planitz die Burg als Wohnsitz. Auch der Theologe Joseph Levin von Metzsch zählte zu den wechselnden Burgherren. Er war wohl der prominenteste Abkömmling der Familie, denn er war ein Freund Martin Luthers und Wegbereiter der Reformation in Sachsen. Als die Burg um das Jahr 1772 als Adelssitz aufgegeben wurde gelangte sie in bürgerlichen Besitz. Ende des 18. Jahrhunderts ging die Nutzung der Mylauer Burg als Wohnstätte zu Ende. Von 1808 bis 1828 bezog die Baumwollspinnerei des Mylauer Textilunternehmers Christian Gotthelf Brückner(* 1769; † 1834) die Burg. Die Baumwollspinnerei war die erste Fabrik des nördlichen Vogtlandes. Nach Vierzigjährigen Leerstand der Burg fand die Kattun- und Wolldruckerei Baust von 1868 bis 1894 ihre neue Wohnstätte in dem historisch bedeutsamen Gebäude. Seit dem Jahr 1892 befindet sich die komplette Burganlage in städtischem Besitz und steht seit dem Jahr 1980 unter Denkmalschutz.


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Aufnahmezeitpunkt: 2018:09:04 15:07:00

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